Bei den MTV Europe Music Award in Madrid gewann Lady Gaga in drei Kategorien. Die Sängerin ließ ihre Konkurrentin Katy Perry, die auch fünf Mal nominiert war, klar hinter sich. Teenie-Star Justin Bieber setzte sich gegen Kollegen wie Eminem und Usher durch und wurde ausgebuht. Lady Gaga konnte nicht bei den MTV EMA in Madrid dabei sein, sie trat mit ihrer „Monster Ball“-Tour in Budapest auf und wurde drei Mal live in Madrid zugeschaltet. Sie räumte die Preise in drei Kategorien ab: als beste Künstlerin des Jahres, als beste Pop-Musikerin und für den besten Song („Bad Romance“). Katy Perry, die wie auch in fünf Kategorien nominiert war, gewann nur eine Auszeichnung zusammen mit Snoop Dogg für das beste Video („California Gurls“). Lady Gaga ist jetzt die Pop-Königin: bereits vor zwei Monaten triumphierte sie bei den MTV Video Music Awards in Los Angeles und gewann acht mal. Justin Bieber gewann den Award als bester männlicher Künstler. Der 16-Jährige setzte sich gegen so Kollegen wie Eminem, Enrique Iglesias, Kanye West und auch gegen seinen Mentor und Produzenten Usher durch. Die Fans in der Caja Magica-Halle in Madrid gefiel dieser Sieg nicht, sie begleiteten die Preisübergabe an Justin Bieber mit Buhrufen. Die EMAs sind ein reiner Publikumspreis: Bei der Wahl gaben die MTV-Zuschauer in Europa etwa 46 Millionen Stimmen ab. Die Show wurde weltweit live übertragen. Eminem wurde als bester Hip-Hopper ausgezeichnet, Kesha ist die beste Newcomerin des Jahres. Sido hatte in Deutschland die Vorauswahl gewonnen, unterlag aber in Europa der französischen Band Pony Pony Run Run, die den Preis „Best European Act“ bekam. Mit Tokio Hotel („Best World Stage Performance“) gab es doch noch einen deutschen Sieger. Es wurden zwei besondere Preise verliehen: Shakira erhielt den „MTV Free Your Mind Award“ für ihr Engagement für Bildung in den Entwicklungsländern und Bon Jovi bekam den Global Icon Award.